Veröffentlichung des Porträt-Albums mit Print-Booklet offiziell am 3. Juli 2026!

Online Pre-Release auf

Bandcamp

Ab 3. Juli 2026 zudem auf allen gängigen Streaming-Diensten.

 

Das Porträt-Album der Komponistin Anda Kryeziu ist laut Bookletautor Jaronas Scheurer sowohl Zeugnis ihrer konzeptuellen Stringenz als auch ihrer stilistischen und kompositorischen Vielfalt. Die fünf darauf versammelten Stücke reichen von konventionell instrumentierter, akustischer Kammermusik bis hin zu installativen, immersiven Formaten, vom Instrumentalsolo mit geschickt eingesetzter Elektronik bis hin zur Oper.

Wie komponiert man eigentlich im 21. Jahrhundert? Sind die klanglichen Extreme bereits ausgelotet, die technologischen Möglichkeiten ausgeschöpft und die Grenzen zwischen den Künsten endgültig verschwommen? Die 1993 im Kosovo geborene Komponistin bietet darauf eine zeitgenössische Antwort: Jedes ihrer Werke entspringt einer zentralen Idee, aus der sich alles Weitere ergibt.  So fällt die Wahl des Formats und der künstlerischen Mittel stets anders aus.

In co- verzahnen sich Instrumentalklang und Video collageartig. Zitate aus Kunst und Politik werden zusammenmontiert und dekonstruiert. In Kreiswanderung im Raum erzeugt der Perkussionist Víctor Barceló durch kleine Lavalier-Mikrofone scheinbar magisch mit Handgesten Klänge auf Gong und Tamtam. Das Ensemblewerk Infuse: Playtime, interpretiert vom Ensemble Recherche, besinnt sich auf kompositorische Grundlagen und seziert die Instrumente akustisch.

Zwei besondere Formate sind auf dem Album mit der Oper „Persona“ sowie der Konzertinstallation „Tilde [~]“ vertreten. Persona überträgt Ingmar Bergmanns gleichnamigen Filmklassiker auf die Bühne. Kryeziu wechselt zwischen Genres, elektroakustischen Techniken und kompositorischen Ansätzen, um die Handlung und vor allem das nicht Gesagte zu verdeutlichen. Tilde [~] schließlich wurde vom Ensemble Modern aufgenommen und setzt sich mit dem Archiv des Ensembles auseinander. Das Stück öffnet einen immersiven Raum zwischen Erinnerung und Wahrnehmung und verbindet Instrumentalmusik mit Live-Elektronik, Videoprojektion, Lichtinstallation und Objekte.

Anda Kryeziu (*1993 im Kosovo) ist eine Berliner Komponistin, Performerin und intermediale Künstlerin. Ihre Musik wurde auf verschiedenen Festivals aufgeführt, darunter: ECLAT, Warschauer Herbst, SPOR Aarhus, Münchner Biennale, Neue Musik Rümlingen, Darmstädter Ferienkurse, Monstra Sonora Valencia, November Music. 2023 wurde ihre Oper „Persona“ als Kooperation zwischen dem Theater Basel und Gare du Nord uraufgeführt. Sie erhielt mehrere Stipendien und Preise, darunter den 69. Kompositionspreis der Stadt Stuttgart 2024, den Preis der Contemporary Arts Alliance Berlin und den Preis der Akademie „Musiktheater heute“ der Deutsche Bank Stiftung. Seit 2026 ist sie Preisträgerin des Ricordi Lab Berlin. Sie ist als Dozentin tätig und hatte Gast- und Vertretungsprofessuren an der Hanns-Eisler-Musikhochschule, der Royal Academy of Music in Kopenhagen sowie an der Musikakademie Basel.     

Andas Werke konzentrieren sich auf verschiedene Genres wie Instrumentalmusik, Multimedia und Musiktheater. Verwurzelt in Themen wie Erinnerung, Macht und Widerstand, schafft ihre Musik komplexe, vielschichtige Hörerlebnisse – oft unter Einbeziehung von Archivmaterial, gefundenen Klängen und theatralischen Elementen. Andas Kunst lässt sich nicht leicht definieren und bietet eine zutiefst zeitgenössische Antwort auf eine komplexe Welt.

https://andakryeziu.com/


Tilde [~] (2023) 47:24

immersives, installatives Format für gemischtes Ensemble, Live-Elektronik, Video, Licht und Objekte

Ensemble Modern:
Jaan Bossier, Klarinette ‧ Johannes Schwarz, Fagott ‧ David Haller, Schlagzeug ‧ Rainer Römer, Schlagzeug ‧ Steffen Ahrens, E-Gitarre ‧ Nuno Pinto, E-Gitarre ‧ Jagdish Mistry, Violine ‧ Paul Cannon, Kontrabass ‧ Lukas Nowok, Klangregie ‧ Moritz Fischer, Tontechnik

Anda Kryeziu, Videozuspielung

Persona (2023) 84:00

Oper nach Ingmar Bergman

Álfheiður Erla Guðmundsdóttir, Alma ‧ Alice Gartenschläger, Elisabeth Vogler ‧ Anda Kryeziu, Live-Elektronik & musikalische Leitung ‧ Jeanne Larrouturou, Schlagzeug ‧ Maria Emmi Franz, Violoncello ‧ Aleksander Gabrys, Kontrabass ‧ Chris Moy, E-Gitarre ‧ Caterina Cianfarini, Inszenierung ‧ Eva Veronika Born, Bühnenbild ‧ Karoline Gundermann, Kostüme ‧ Thomas Kleinstück, Lichtdesign ‧ Jan Gubser, Klangregie ‧ Meret Kündig, Dramaturgie

co- (2018) 9:26

für präparierte Kontrabassklarinette, E-Gitarre, Violoncello, Video und Fixed Media

Carlos Cordeiro, präparierte Kontrabassklarinette ‧ Chris Moy, E-Gitarre ‧ Maria Franz, Violoncello ‧ Anda Kryeziu, Video

Infuse: Playtime (2021) 10:28

für Oboe, Bassklarinette, Violine, Violoncello, Klavier und Perkussion

Ensemble Recherche: Eduardo Olloqui, Oboe ‧ Shizuyo Oka, Bassklarinette ‧ Adam Woodward, Violine ‧ Åsa Åkerberg, Violoncello ‧ Klaus Steffes-Holländer, Klavier ‧ Christian Dierstein, Perkussion

Kreiswanderung im Raum (2020–21) 16:23

für Solo-Perkussionist und Elektronik

Víctor Barceló, Perkussion

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