
Erscheinungsjahr: 2000 WER 6546 2 Bestellen
1-8 Streichtrio
9-10 Le grand ciel gris
11 Nâkodschâyistân
Christoph Staudes Komponieren ist immer ein hellwaches Reagieren auf ihn anrührende Impulse aus Geschichte und unmittelbarer Gegenwart. Neues entsteht aus der profunden Kenntnis der musikalischen Überlieferung bis hin zu ihren jüngsten Entwicklungen, der produktiven Auseinandersetzung mit ihren Problemstellungen und Errungenschaften. Vielfach scheinen daher in Staudes Stücken morphologische Echos der Werke auf, die ihn bewegen. Diese Kenntnis bezeichnet seinen geschichtlichen Ort, ebenso den Ausgangspunkt für eigene Wege. Hinzu kommen die Anregungen, die ihm aus der Beschäftigung mit Nachbarkünsten oder Denksystemen unterschiedlichster Herkunft erwachsen. Und schließlich sind es die Beschäftigung mit zahlreichen (auch fernöstlichen) Sprachen und die Auseinandersetzung mit deren Verhältnis von Zeichen und Begriff, die Staudes musikalisches Denken auf nicht zu unterschätzende Weise erweitern, befragen und weiterweisen.
Die auf der Porträt-CD zusammengestellten, zwischen 1994 und 1998 entstandenen Werke spiegeln Staudes transformierenden Umgang mit der Tradition aus mehreren Blickwinkeln, zeigen seinen enormen Farbsinn ebenso wie das Umsetzen von Impulsen aus Malerei und Philosophie; nicht zuletzt belegen sie die zentrale Rolle, die dem Erkunden realer und imaginierter Räume für sein Komponieren zukommt.
| 1965 | geboren in München |
| ab 1981 | Unterricht bei Bernhard Scheidt, Wiesbaden |
| 1984 | Studium der Komposition an der HdK Berlin bei Prof. Witold Szalonek |
| 1986 | Staatliche Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Frankfurt/Main bei Prof. Rolf Riehm und Prof. Bernhard Kontarsky (Klavier) |
| 1986/87 | Preisträger im Wettbewerb der Landeshauptstadt Stuttgart für junge Komponisten |
| 1987-91 | Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes |
| 1987 | 1. Preis im internationalen Kompositionswettbewerb des International Center of New Music Sources (ICONS), Turin |
| 1988 | Preisträger im internationalen Kompositionswettbewerb des Trio Basso, Köln |
| 2. Preis der Landeshauptstadt Stuttgart | |
| 1990 | Kompositionsauftrag des SWF Baden-Baden für die Donaueschinger Musiktage |
| 1992 | Stipendium des Bundesministeriums des Inneren, Bonn für das Centro tedesco di studi veneziani, Venedig |
| 1997 | Initation der Reihe Hombroich:Neue Musik |
| 1999 | Auftrag des WDR Köln für die Wittener Tage für Neue Kammermusik 1999 |
| 2. Preis im internationalen Kompositionswettbewerb der musik-theater-werkstatt Wiesbaden | |
| Auftrag der Landeshauptstadt München und der Bayerischen Staatsoper für die Kammermusikreihe Klangspuren der Münchner Biennale | |
| Arbeitet seit 1995 auf der Raketenstation Hombroich/Museum Insel Hombroich bei Neuss | |
| (Stand: 2000) |
Streichtrio (1994)
für Violine, Viola und Violoncello
1 I
2 II
3 III
4 IV Gravissimo
5 V
6 VI Molto calmo e scorrevole
7 VII Mecanico molto
8 VIII Molto lento e calmo
Trio des ensemble recherche: Melise Mellinger, Violine · Barbara Maurer, Viola · Lucas Fels, Violoncello
Le grand ciel gris (1998)
für Klarinette/Bassklarinette, Posaune, Violoncello und Klavier
9 I
10 II
Quartett Avance: David Smeyers, Klarinette · Mike Svoboda, Posaune · Cornelius Hummel, Violoncello · Sven Thomas Kiebler, Klavier
11 Nâkodschâyistân (1997)
Areal excurs für Klavier solo
Sven Thomas Kiebler, Klavier