
Erscheinungsjahr: 2004 WER 6558 2 Bestellen
1 lys
2-4 nichts als Geräusch - Musik ohne Worte in drei Teilen
5 Resonanzen - Erinnerung an den Rändern der Wachsamkeit
6-10 weights and measures
11 Schwellen
12-13 Ein Ort für Zufälle
"Unter dem Brennglas zu betrachten ist die Art und Weise wie ich höre."
Karin Haußmanns Komponieren ist ganz wesentlich von ihrer Arbeit mit dem Klang bestimmt, den sie mitunter wie unter einem Brennglas zu betrachten und zu hören pflegt. "Die konkrete, die hörbare Beschaffenheit eines Klangs hat mich schon immer fasziniert, das hat eine sehr große Sinnlichkeit für mich; am meisten bei komplexen, rauen Klängen."
Die 1962 geborene Karin Haußmann (Schülerin von Walter Zimmermann und Nicolaus A. Huber) zerlegt ein gewünschtes Klangergebnis gedanklich in seine Bestandteile, um es dann durch Verschaltungen einzelner Module zusammenzusetzen; ein analytisches Verfahren, durch das sie Material für graduelle oder auch sprunghafte Veränderungen gewinnt, z.B. durch Übertragung auf das gesamte Ensemble, durch neue Kombinationen, Uminstrumentierungen.
Eine besondere Rolle in Karin Haußmanns Werken nehmen Randerscheinungen akustischer Wahrnehmung ein: Phänomene an der Grenze zwischen Geräusch und Klang, "Resonanzen - Erinnnerung an den Rändern der Wachsamkeit".
| 1962 | geboren in Waiblingen (Württ.) |
| ab 1970 | Instrumentalunterricht |
| 1978-86 | Ausbildung und Berufstätigkeit als Industriekauffrau; intensive Beschäftigung mit Musik, Malerei und Tanz |
| 1986-91 | Musikstudium an der Folkwang-Hochschule Essen in den Hauptfächern Rhythmik, Klavier und Musiktheorie (bei Prof. Dr. Wolfgang Grandjean). |
| 1992/93 | Kompositionsunterricht und Analyse bei Walter Zimmermann |
| 1992-95 | Kompositionsstudium bei Nicolaus A. Huber an der Folkwang-Hochschule Essen |
| 1997 | Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin |
| 05/1997 | 1. Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb Biennale Neue Musik Hannover 1997 |
| 09/1998 | Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler und Künstlerinnen |
| seit 1998 | Dozentin für Tonsatz, Gehörbildung und Neue Musik an der Universität Duisburg-Essen |
| 05/2002 | Publikumspreis für "weights and measures" im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen |
| seit 1997 | Zusammenarbeit mit renommierten Musikern und Ensembles: (Schlagquartett Köln, Kammerensemble für Neue Musik Berlin, Trio Accanto, musikFabrik NRW, Thürmchen-Ensemble Köln, Ensemble Aventure, L'Art pour l'Art u.a.) |
| Aufführungen und Rundfunkmitschnitte im In- und Ausland, z.B. im Rahmen des Festivals Biennale Neue Musik Hannover, Moskauer Herbst 1998, Musikbiennale Berlin 1999, TAEGU Contemporary Music Festival, Literarische Woche Bremen, Forum neuer Musik (Deutschlandfunk), Expo 2000, Dresdner Tage für zeitgenössische Musik, Festival "musica 2001" (Straßburg/ZKM Karlsruhe), Europäischer Musikmonat 11.2001 (Basel), UltraSchall Berlin und Warschauer Herbst 2003. | |
| (Stand: 2004) |
1 lys (2001)
für Ensemble
Thürmchen Ensemble
Ltg. Erik Oña
nichts als Geräusch (1999)
Musik ohne Worte in drei Teilen
für Sopran, Bassflöte, E-Gitarre und Schlagzeug
2 Reibelaute
3 Konturen
4 Schleifen (Schattengewächse)
Norma Enns, Sopran
Ensemble L'Art pour L'Art
5 Resonanzen (1995/99)
Erinnerung an den Rändern der Wachsamkeit
für Klarinette, Flöte (auch Picc.), Violine, Violoncello und Klavier
Thürmchen Ensemble
Ltg. Erik Oña
weights and measures (2001)
für Klavier solo
6 Intervalle
7 kreuzende Linien
8 zu zwei Händen
9 Schattenläufe
10 Blöcke - Erinnerungen
Hwa-kyung Yim, Klavier
11 Schwellen (2002)
für Bassflöte, Bassklarinette, Schlagzeug, Violine, Viola und Violoncello
Thürmchen Ensemble
Ltg. Erik Oña
Ein Ort für Zufälle (1996/97)
für Sopran, Akkordeon, Flöte (auch Picc.) und Schlagzeug
12 I ("... das Folgerichtige, im Verfolgen des Risses ...")
13 II
Ingrid Schmithüsen, Sopran
musikFabrik