
Erscheinungsjahr: 1994 WER 6524 2 Bestellen
1-7 Arie dissolute
8 Sonetto LXXXIII del Michelangelo
9 Reißwerck
10 "FEUERZAUBER" AUCH AUGENMUSIK
11 CERCAR
12 Opus breve
13 Kryptogramm für neun Musiker
14-27 Epiphyt
Die Werkliste von Klaus K. Hübler ist kurz. Die im Jahre 1989 krankheitsbedingt abrupt unterbrochene kompositorische Arbeit umfasst gerade 24 Partituren. Doch ist diese Ausbeute nur augenscheinlich klein. Sie zeigt einen Komponisten, der frühzeitig seine eigene Sprache fand und weiterdachte, dessen kompositorische Entwicklung bisweilen so rasch und zielstrebig voranging, dass ein Vergleich der früheren mit den späteren Partituren manchmal kaum auf denselben Autor zu schließen lassen scheint.
Die erste Phase ist geprägt einerseits durch zunehmend leise, langsam sich entwickelnde Klangflächen, kontrapunktiert mit ruhig kreisenden, ostinatoartigen Motiven. Andererseits zieht sich ein an Alban Berg gemahnendes, auffahrendes Espressivo durch die Partitur dieser Jahre; ein Espressivo, das mehr und mehr vom "einfachen" Gestus zum instrumentaltechnisch präzise definierten Strukturtyp wird.
Dieses instrumentaltechnisch aufgefangene Espressivo scheint mir auch der Dreh- und Angelpunkt beim Wechsel zu den Werken der zweiten Phase zu sein.
Die technisch exakte Definition dessen, was der Spieler tun soll, verändert sich unter der Betrachtung dessen, was der Spieler eigentlich tut: Die Spielweise der Instrumente wird zum ästhetischen und analytischen Ausgangspunkt von Hüblers Komponieren. Solcherart entstehen in der zweiten Phase Kompositionen, die in einer gänzlich neuen Weise "für das Instrument" geschrieben sind, auch wenn die Schwierigkeiten der Ausführung - schließlich fällt alles Ungewohnte schwer - manchem Spieler bei der ersten Begegnung mit der Partitur das Gegenteil suggerieren.
Robert HP Platz
Markus Böggemann
| 1956 | geboren in München |
| 1975 | Kompositionsstudien bei Peter Kiesewetter; Studium der Musikwissenschaft an der Universität München |
| 1977 | Förderpreis der Landeshauptstadt Stuttgart |
| 1980 | Kompositionsstudien bei Brian Ferneyhough |
| Preisträger beim Kompositionswettbewerb der Sommerlichen Musiktage Hitzacker | |
| 1982 | Stipendium der Heinrich-Strobel-Stiftung des Südwestfunks |
| Stipendienpreis des Internationalen Musikinstituts Darmstadt | |
| Preisträger beim Kompositionswettbewerb der Stadt Reinbek | |
| Förderpreis der GEMA-Stiftung | |
| 1982/84 | Einladungen zur Teilnahme am Internationalen Komponistenseminar der Stiftung Künstlerhaus Boswil |
| 1983 | Stipendium des Centre européen pour la recherche musicale |
| Selektion zur Internationalen Gaudeamus Musikwoche | |
| 1984 | Musikstipendium der Landeshauptstadt München |
| 1984/86 | Einladungen zur Teilnahme am Komponistenforum der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt |
| 1985 | Anerkennung der Jury beim Internationalen Kompositionswettbewerb "Hambacher Preis" |
| 1986 | Einladung zur Teilnahme am Komponistenforum des Pittsburgh International Music Festival |
Arie dissolute (1986/87)
für Viola und Kammerensemble
1 Pròlogo
2 Scena I
3 Aria I
4 Scena II Il Sogno
5 Scena III Saggio di corde
6 Aria II
7 Epìlogo
Barbara Maurer, Viola
Ensemble Köln
Ltg. Robert HP Platz
8 Sonetto LXXXIII del Michelangelo (1986)
für Klavier
Kristi Becker, Klavier
9 Reißwerck (1987)
für Gitarre
Bernd Kortenkamp, Gitarre
10 "FEUERZAUBER" AUCH AUGENMUSIK (1981)
Studie in / über Phantasmagorie für 3 Flöten, Harfe und Violoncello
Ensemble Köln
Ltg. Robert HP Platz
11 CERCAR (1983)
für Posaune
Mark Tezak, Posaune
12 Opus breve (1987)
für Violoncello
Frances-Marie Uitti, Violoncello
13 Kryptogramm für neun Musiker (1989)
(für Orchestertorso)
IGNM Ensemble Basel
Ltg. Jürg Henneberger
Epiphyt (1987/88)
für Flöte und Kammerensemble
Parte Prima
14 I
15 II
16 III
17 IV
18 V
19 VI
20 VII
Parte Seconda
21 VIII
22 IX
23 X
24 XI "La Liberté chimérique"
25 XII
26 XIII "Der unendliche Augenblick"
27 XIV Verwirrung und Schluß
Pierre-Yves Artaud, Flöte
Ensemble Köln
Ltg. Robert HP Platz