
Erscheinungsjahr: 1994 WER 65319 2 Vergriffen
1 Janus
2 Klaviertrio
3-7 Coniunctio für zwei Klaviere
8-14 Sieben Feld, Wald- und Wiesenstücke
"Ich möchte eine stimmige, organisch sich entfaltende Musik schreiben. Der Rest ist Wünschelrutengang. Wie und warum ich dann auf die im konkreten Fall mir einzig möglich erscheinende konstruktive Leitidee stoße - ich kann es nicht beantworten."
Ulrich Stranz
Seine Partituren entstehen nur selten mit leichter Hand, er steht Anflügen traumwandlerischer Sicherheit für ein rasches spontaneistisches Komponieren fern und verschweigt nicht die Anstrengungen, die Unwägbarkeiten des Metiers. Aus Ulrich Stranz' Werkkommentaren und Interviews lassen sich seine - letztlich wohl notwendigen - Zweifel und Ungewissheiten über die endgültige Gestalt und Form einer zu komponierenden Musik ablesen ... Von der oft sehr verletzlichen Entstehungsphase merkt man seiner Musik später nichts mehr an: Kompositionen, die mit ihrer berückenden Zartheit und Leichtigkeit beinahe zeitaufhebend anmuten, die aber auch den lebhaften, oft dynamisch handfest zupackenden, mitunter sogar bis ans Groteske reichenden Kontrast kennen.
Michael Töpel
Anfang der 70er Jahre unternahm es eine neu ansetzende Komponistengeneration, die bis dahin dominierenden Materialordnungen aus ihren ideologischen Verkettungen zu lösen und die Verfahren jenseits eines quasi-moralischen Anspruchs verfügbar zu machen. Die zur Rede stehenden, damals jungen Komponisten, unter ihnen Ulrich Stranz, haben damit dem musikalischen Ausdruck einen breiten Raum verschafft, eine Leistung, die noch der historischen Würdigung harrt. Diese 'größere Freiheit' führt, wie solche immer, zu Irritationen, wie überall dort, wo Wegmarkierungen für Marschrouten spärlicher werden.
Wilhelm Killmayer
| 1946 | am 10. Mai in Neumarkt St. Veit/Oberbayern geboren |
| 1965-68 | Studien in Musiktheorie und Komposition bei Fritz Büchtger, in Violine bei Erich Keller im Rahmen des Münchner Waltershausen-Seminars |
| 1966 | Abitur am Musischen Gymnasium München |
| 1968-72 | Violinstudium bei Heinz Endres, Kompositionsstudium bei Günter Bialas an der Staatlichen Hochschule für Musik München |
| 1970 | Erster Preis im Kompositionswettbewerb zum 20jährigen Bestehen des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim |
| 1971 | Richard-Strauss-Preis der Stadt München |
| 1972 | Staatsexamen in Kompositionslehre an der Staatlichen Hochschule für Musik München |
| 1972-74 | als DAAD-Stipendiat am Institut für Sonologie der Universität Utrecht (Studio für elektronische Musik) |
| 1974 | Förderpreis für junge Komponisten ernster Musik der Stadt Stuttgart |
| Umzug nach Zürich | |
| seit 1974 | verschiedene Lehr- und Orchestertätigkeiten in Zürich und München |
| 1975 | Ehrengabe der Stadt Zürich |
| 1976 | Förderpreis der Stadt München |
| Kranichsteiner Musikpreis der Stadt Darmstadt im Fach Komposition | |
| 1980/81 | halbjähriger Aufenthalt in Rom als Stipendiat in der Villa Massimo |
| 1983 | Ehrengabe der Stadt Zürich |
| 1989 | Werkjahr für Komponisten der Stadt Zürich |
| 1992 | Schneider-Schott-Preis Mainz |
| (Stand: 1994) |
1 Janus (1985/86)
Musik für Violine, Klavier und 13 Bläser
Alban Berg zum Andenken
Mathias Tacke, Violine · Hermann Kretzschmar, Klavier
Ensemble Modern
Ltg. Lothar Zagrosek
2 Klaviertrio (1986)
für Violine, Violoncello und Klavier
Orion Trio: Georges Martin, Klavier · Eiko Furusawa, Violine · Luzius Gartmann, Violoncello
Coniunctio für zwei Klaviere (1991)
3 I
4 II
5 III
6 IV
7 V
Yaara Tal und Andreas Groethuysen, Klavier
Sieben Feld, Wald- und Wiesenstücke (1983)
für 12 Streicher
8 I
9 II
10 III
11 IV
12 V
13 VI
14 VII
Camerata Zürich
Ltg. Räto Tschupp